Ballonpilotenschein

Der Pilotenschein für den Ballonfahrer

In Deutschland benötigt man für alles Mögliche eine Lizenz, eine Erlaubnis oder einen Pilotenschein. So auch zum Führer eines Heißluftballons. Den PPL-D Ballonpilotenschein kann man in Deutschland in Ballonsportvereinen als auch bei gewerblichen Flugschulen erwerben. Benutzt wird dazu meist ein sehr kleiner Ballon, der lediglich den Ausbilder, den Schüler und einige Gasflaschen transportieren kann.


Doch bevor es losgeht mit der Ausbildung, müssen einige Hürden genommen werden: die medizinischen Voraussetzungen werden bei einem zugelassenen Fliegerarzt überprüft. Wenn dieser Befund positiv war, muss ein polizeiliches Führungszeugnis angefordert werden, welches natürlich lupenrein sein muss.

Eine Pilotenausbildung für den Ballon dauert im Normalfall ein Jahr, denn der Schüler muß im Winter und im Sommer Ballonfahrten absolvieren, zumindest Ballonfahrten mit einem Temperaturunterschied von 20 Grad Celsius. Denn der Ballon verhält sich bei Minusgraden anders als im Hochsommer. Zur praktischen Ausbildung gehören 50 Aufrüstungen und 50 Landungen sowie 20 Stunden in der Luft mit einem Ausbilder.

Natürlich muss auch die Schulbank gedrückt werden, zur theoretischen Ausbildung gehören Unterricht und anschließende Prüfung in den Fächern Luftrecht, Luftverkehrs-und Flugsicherungsvorschriften, Navigation, Meteorologie, Aerostatik und Technik.

Zu den Kosten: Im Verein kostet ein PPl-D mindestens 2.000 bis 3.000 EUR, bei einer gewerblichen Schule mindestens das Doppelte. Doch das ist immer noch ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass ein Pilotenschein für den Helikopter das Vielfache kostet.

Und letztendlich sollte der Schüler ein feines Händchen haben, Fingerspitzengefühl gehört wie in der ganzen Fliegerei natürlich zu den unentbehrlichen Voraussetzungen ein guter Pilot zu sein.